Katastrophenschutz allgemein
Kommt es zu großen Unglücken oder Katastrophen durch Naturereignisse, menschliches oder technisches Versagen,
ist schnelle Hilfe wichtig. Die Einheiten und Einrichtungen des DRK-Katastrophen-Hilfsdienstes sind darauf vorbereitet.
Fachkompetente Bereiche, wie das Sanitätswesen, Fernmeldewesen, Versorgung und Betreuung sowie technische
Einheiten stehen bereit, um in Notsituationen Menschen zu helfen und rechtzeitig weitere Gefahren abzuwehren.
Katastrophen und Schadensereignisse
Der Massenanfall an Verletzten (MANV)
ist ein Notfall mit einer größeren Zahl von Verletzten oder Erkrankten sowie anderen Geschädigten oder
Betroffenen, die mit der vorhandenen und einsetzbaren Vorhaltung des Rettungsdienstes aus dem
Rettungsdienstbereich versorgt werden können.
Das Großschadensereignis
ist ein Ereignis mit einer so großen Anzahl Verletzter oder Erkrankter sowie anderer Geschädigten oder
Betroffenen, dass es mit der vorhandenen und einsetzbaren Vorhaltung des Rettungsdienstes aus dem
Rettungsdienstbereich nicht versorgt werden kann.
- z.B. Zugunglück in Eschede
- kleinräumiges Ereignis
Die Katastrophe
ist ein über das Großschadensereignis hinausgehendes Ereignis mit einer wesentlichen Zerstörung oder
Schädigung der örtlichen Infrastruktur speziell der medizinischen Versorgungseinrichtungen.
Es kann im Rahmen der medizinischen Versorgung mit den Mitteln und Einsatzstrukturen des Rettungsdienstes
alleine nicht bewältigt werden.
- z.B. Erdbeben in der Türkei
- großflächiges Ereignis
Der Einsatzzug / die Einsatzeinheit
Zielsetzung des DRK ist es, Einheiten zu schaffen, die
- Schnell einsetzbar sind
- An den rettungsdienstlichen Einsatz angebunden sind
- Flexible Sanitäts- und/oder betreuungsaufgaben wahrnehmen können
- Mit einer standerisierten Ausstattung den rettungsdienst sinnvoll unterstützen
- Die Versorgungslücke im Katastrophenfall schließen
Einsatz und Aufgaben des Einsatzzuges
Prinzipiell sind vier Anlässe für Einsätzes des Einsatzzuges vorgesehen. Dabei wird von einer
gemischten Aufgabenstellung (Sanität und Bertreuung) je nach Einsatznotwendigkeit ausgegangen.
Einsätze unterhalb der Katastrophenschwelle - Massenanfall von Verletzten (MANV)
- Plötzlich eintretendes Schadensereignis im Stationierungsbereich des Einsatzzuges
- Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst
Katastropheneinsatz
- Anforderung durch die zuständige Behörde zur Hilfeleistung
- Führung des geschlossenen Einsatzzuges zum Schadensgebiet
- Nachbarschaftshilfe bei Überschreiten einer bestimmten Anzahl Betroffener und/oder eines bestimmten Zeitrahmens
- Einsatz einer Hilfszugabteilung des DRK
Zivilschutzeinsatz
- Einbindung des Einsatzzuges im Rahmen der Zivilverteidigung im Verteidigungsfall (Krieg)
Disponierbare Einsätze
- Sanitätseinsatz bei (Groß-)Veranstaltungen
- Bertreuungseinsatz bei Evakuierungen, z.B. Bombenentschärfungen
- Gemischter Einsatz, z.B. bei Umzügen von Krankenhäusern oder Altenheimen
- Personensuche
Leistungsfähigkeit des Einsatzzuges
| verletztePersonen |
|
betroffene Personen |
| bis 30 |
Sanitätslage |
nach Bedarf |
| bis 20 |
Gemischte Lage |
ca. 100 |
| - |
Betreuungslage |
bis 500 |
|